Werner Mohr führt Bürgerbusverein
Bereits vor etwa 25 Jahren hatten sich in Haltern Menschen mit dem Gedanken befasst, einen Bürgerbus zu etablieren. Am 18. April 1995 wurde der Verein „Bürgerbus Haltern e.V.“ gegründet, der danach nicht weiter aktiv gewesen ist. Nun haben die drei noch verbliebenen Vorstandsmitglieder des Vereins, Klaus und Ulrich Puschmann sowie Robert Streiff, die durch den Seniorenbeirat, die Stadtverwaltung und die Vestische entstandene Gründerinitiative mit 30 neu gewonnenen Vereinsmitgliedern zur Hauptversammlung eingeladen. Hans Kirschbaum, der zukünftig nicht mehr als Mitglied des Seniorenbeirats sondern als Vereinsmitglied entsprechende Aufgaben im Bürgerbusverein wahrnehmen wird, gab dann einen Bericht über die Aktivitäten seit Beginn des vergangenen Jahres zum zukünftigen Bürgerbusbetrieb in Haltern am See. Er dankte den seit Monaten ihm zur Seite stehenden Frauen und Männern der Bürgerbusinitiative, die sich in zahlreichen Gesprächsrunden, auch mit Stadt und Verkehrsbetrieb, bestens eingebracht haben, und stellte das Kompetenzteam kurz vor. Auch dankte er den drei beratenden Vereinsmitgliedern für ihre derzeitige und zukünftige Bereitschaft, die Vereinsaktivitäten zu begleiten. Beratende Vereinsmitglieder sind: in Steuerfragen: Franz-Josef Tönnis, in Technikfragen: Dr.-Ing. Michael Reinke, in Rechtsangelegenheiten: Jörg Erbguth. Einstimmig gewählt wurden für den Geschäftsführenden Vorstand: 1. Vorsitzender, Vereinsführung: Werner Mohr; stellv. Vorsitzende, Schriftführerin: Karola Raffelt; stellv. Vorsitzender, Fahrerdisposition und -betreuung: Antonius (Toni) Wesseler; stellv. Vorsitzender, Kassenwart, Statistik, Versicherungen: Oskar Krüger. Dem erweiterten Vorstand gehört auch Bürgermeister Bodo Klimpel an. Ihm wurde für die bisherige Unterstützung seitens der Stadtverwaltung gedankt. Hinzu kommen nach einstimmiger Wahl Evelyn Bergau, Fahrerdisposition- und -betreuung, Werbemittel; Helmut Abendroth, Fahrzeugbetreuer, Terminüberwachung; Hans Kirschbaum, Öffentlichkeitsarbeit, Presse, Sponsoren- und Mitgliederwerbung. Die bisher 33 Vereinsmitglieder hoffen in den nächsten Monaten auf weiteren Zuwachs. Die zukünftigen ehrenamtlichen Fahrerinnen und Fahrer wohnen überwiegend in der Stadtmitte, kommen aber auch aus Holtwick, Lavesum, Lippramsdorf und Sythen. Auch neue Vereinsmitglieder aus anderen Ortsteilen sind herzlich willkommen. Ein Anmeldeformular findet man z. B. auf der Webseite der Stadt Haltern am See in der Rubrik „Bürgerbus für Haltern am See“.


„Wir brauchen einen Runden Tisch für ein soziales Seniorennetzwerk!“ Das waren die Worte vom ehemaligen Geriater unseres Sixtus-Hospitals. Dr. Karl Ott war für zwei Jahre nach Haltern berufen worden, um eine Abteilung für ‚die Medizin im Alter‘ aufzubauen. Die Abteilung wurde sogar bereits zertifiziert (HZ berichtete). Zu einem ‚Runden Tisch‘ kam es zunächst aber leider nicht. Der demographische Wandel ist auch in unserer Stadt schon heute spürbar. Es wird daher immer wichtiger, mehr für die immer größer werdende Zahl älter werdender Patienten zu tun als ihre diagnostizierte Krankheit zu heilen. Das ist den jetzt Verantwortung tragenden Krankenhausärzten, Dr. Markus Reidt (ärztl. Direktor) und Dr. Martin Presch (Internist und Geriater) und dem Seniorenbeirat der Stadt Haltern am See bewusst. In ersten Gesprächen waren die Partner sich schnell einig darüber, dass ein ‚soziales Seniorennetzwerk‘ dringend erforderlich sei. Ziel des Netzwerkes ist es, frühzeitig durch die niedergelassenen (Haus-)Ärzte und die Geriatrie nicht nur gesundheitliche, sondern auch krankmachende soziale Probleme bei älteren Patienten zu erkennen und ihnen nachzugehen. Die dabei in Gesprächen mit den Betroffenen erkannten ‚Umfeldprobleme‘ (Vereinsamung, Armut, körperliche und mentale Einschränkungen, Wohnumfeld und andere) sollen im Einvernehmen mit den Patienten durch abgesprochene, organisierte Hilfen aufgenommen und möglichst behoben oder zumindest weitgehend minimiert werden. Die bereits bestehenden Angebote zur Alltagshilfe von bedürftigen Seniorinnen und Senioren (Caritas, Anti Rost, Stadtsportverband und weitere ‚helfende Hände‘) sollen ergänzt und in einem engmaschigeren Netzwerk verdichtet und koordiniert werden. Ein Team des Seniorenbeirats (Hedwig Himmelmann, Sigrid Geipel, Elisabeth Fimpeler und Otto K. Rohde) unter der Projektleitung von Jürgen Chmielek hat dabei die organisatorische Federführung übernommen. Nach vorhergehenden Abstimmungsgesprächen mit den Medizinern Dr. Reidt, Dr. Presch und Beate Michel (Sprecherin der Halterner Hausärzte) wird es nunmehr am Dienstag, dem 6. September 2016, einen ersten ‚Runden Tisch der helfenden Hände‘ geben. Über das Ergebnis wird berichtet.